Lösung für die Entsorgung HBDC-haltiger Dämmstoffe

am 07.07.2017 hat der Bundesrat einer dauerhaften Lösung für die Entsorgungsproblematik von HBCD-haltigen Dämm-Materialien zugestimmt. Das letztjährige Moratorium, mit dem Ende Dezember 2016 der Entsorgungsengpass für diese Materialien kurzfristig behoben wurde, wird damit dauerhaft durch eine angemessene Lösung ersetzt. Die Lösung tritt einen Monat nach Verkündung in Kraft.

Die pdf-Dokumente dazu finden Sie im Mitglieder-Bereich.

AwSV - bundeseinheitliche Regelung für Heizölverbraucheranlagen am 1. August 2017 in Kraft getreten

Wie bereits mehrfach kommuniziert, ersetzt die Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV) ab 1. August 2017 die bisher geltenden Länder­verordnungen. Die AwSV führt bundesweit die Fachbe­triebspflicht für Heizölverbraucheranlagen (HÖV) > 1000 Liter ein. So gibt es nun auch bundeseinheitliche Regelun­gen für die Überwachung und Zertifizierung der Fachbe­triebe nach Wasserhaushaltsgesetz (WHG). Dazu wird die notwendige Aus- und Weiterbildung für den technisch verantwortlichen Betriebsbeauftragten (Weiterbildung: nachweislich alle 2 Jahre) und die an HÖV eingesetz­ten Mitarbeiter (Weiterbildung: regelmäßig) in der AwSV betont. Die schon bekannte, 2-jährig wiederkehrende Regelüberwachung muss von der Organisation (ÜWG) nun vor Ort, d.h. auf dem Betriebsgelände des Fach­betriebes, durch einen sogenannten Fachprüfer oder Sachverständigen durchgeführt werden. Die Fachbe­triebe werden wegen der Terminfindung von der ÜWG rechtzeitig vorher angeschrieben. Kontrolliert werden vor Ort u.a. die Geräte und Ausrüstungsteile, das vor­handene Regelwerk, die Mitarbeiterunterweisung, die Teilnahme an Schulungen, die Anlagendokumentation sowie die Ergebnisse und die Qualität von praktischen, vom Fachbetrieb ausgeführten, Tätigkeiten. Beim ersten Vorort-Termin erhält der Fachbetrieb vom Prüfer einen umfangreichen Ordner der ÜWG (Betriebshandbuch), einschl. Einweisung in die Handhabung, zur Unterstüt­zung seiner Arbeit. Das neue Verfahren ersetzt das bis­herige, d.h. die Selbstauskunft auf dem Regelüberwa­chungsbogen, alle 2 Jahre.

Der Fachverband wird zur Umsetzung der AwSV über seine Medien zeitnah informieren, einen Infovortrag für die Innungsversammlungen im Herbst anbieten und ab Anfang 2018 mit Halbtagesschulungen für die Weiter­bildungen im Sinne der AwSV starten. Bisherige Betriebs­beauftragte, die noch 2017 an einer Weiterbildung teil­nehmen möchten bzw. einen entsprechenden Nachweis brauchen, können dafür, wie jetzt auch schon, die ge­planten Fachbetriebsschulungen (ohne Teilnahme an der Prüfung) beim Fachverband in München oder bei der SHK-Innung in Schweinfurt nutzen.

Hinweis: ca. Anfang 2018 tritt das Hochwasserschutz­gesetz II in Kraft, mit Bestimmungen für ölbeheizte Häuser in Überschwemmungsgebieten.

Anhebung der GWG-Grenze

Aufwendungen für geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) können im Jahr der Anschaffung oder Herstel­lung sofort in voller Höhe gewinnmindernd geltend ge­macht werden. Ein GWG ist ein bewegliches Anlagegut, das selbstständig nutzbar ist, mit Anschaffungs- und Her­stellungskosten bis 410 € netto, z.B. ein PC, Tablet oder dergleichen. Dieser Höchstbetrag wird für alle Investi-tionen ab 2018 auf 800 € netto erhöht. Kostet das GWG mehr als 150 €, muss es einzeln aufgezeichnet werden auf einem besonderen Konto in der Buchführung. Auch diese Grenze wird ab 2018 auf 250 € angehoben.

Beispiel: Anschaffung eines Tablet-PC im August 2017 für 599 € netto. Die Aufwendungen können nur auf die Nutzungsdauer von 3 Jahren abgesetzt werden. Bei Anschaffung 2018 ist der Tablet-PC ein geringwertiges Wirtschaftsgut. Die Anschaffungskosten von 599 € kön­nen 2018 in voller Höhe als Betriebsausgabe geltend ge­macht werden.

Durch den Abzug eines Investitionsabzugsbetrags (IAB) im Jahr 2017 für geplante Anschaffungen 2018 können auch Wirtschaftsgüter als GWG berücksichtigt werden, deren Anschaffungskosten 800 € netto übersteigen.

Beispiel: Wird 2017 für den geplanten Verkauf einer Vi­deodrohne 2018 mit Anschaffungskosten von 1.200 € ein IAB mit 40 v.H. der Anschaffungskosten beansprucht = 480 €, mindern sich die Anschaffungskosten der Droh­ne 2018 um diesen Betrag. Die restlichen Anschaffungs­kosten von 720 € können 2018 in voller Höhe abgezo­gen werden.

Im Ergebnis werden damit die gesamten Anschaffungs­kosten 1.200 € innerhalb von zwei Jahren abgesetzt.

Neue Studienrichtung „Gebäudehülle“

Seit dem 30. September 2013 gibt es die neue Studi­enrichtung „Gebäudehülle“ des Bachelorstudiengangs Energie- und Gebäudetechnologie an der Hochschule Rosenheim.

Mit der Studienrichtung „Gebäudehülle“ übernahm die Hochschule Rosenheim die Vorreiterrolle in Sachen Konstruktion und bauliche Umsetzung futuristischer Bedachungen und Fassaden. Die Studienrichtung ist im deutschsprachigen Raum einzigartig und bietet rund 40 Studenten innerhalb des Bachelorstudiengangs Energie-und Gebäudetechnologie neue Möglichkeiten.

Die Planung und Konstruktion energetisch optimierter, ge­brauchstauglicher Gebäudehüllen, die architektonische An­forderungen erfüllen, ist eine komplexe Aufgabe für spe­zifisch ausgebildete Ingenieure. Gefordert sind Fachkräfte, die am Bau verschiedene Gewerke wie Klempner/Spengler, Dachdecker, Zimmerer, Metallbauer koordinieren, mit Bau­herren auf Augenhöhe kommunizieren und Architekten und Planern die vielfältigen technischen Möglichkeiten im Dach- und Fassadenbereich erläutern.

Die Studienrichtung „Gebäudehülle“ wird seit Jahren durch den Fachverband SHK Bayern und den Zentralver­band Sanitär Heizung Klima gefördert und wurde durch die maßgebliche Unterstützung des Fördervereins für den Teilstudiengang „Gebäudehülle“ erst möglich gemacht, um den veränderten Strukturen und Rahmenbedingun­gen der Branche gerecht zu werden.

Dieses Studium ermöglicht Planung und Entwicklung, Konstruktion und Ausführung energieeffizienter Ge­bäude, Betriebsführung in Industrie und Handwerk auf höchstem Niveau. Das dort vermittelte hochgradige Wis­sen befähigt die Absolventen zu bestmöglicher kompe­tenter Beratung sowie sachverständiger Projektleitung auf Stand der neuesten Technik.

Neben der Ausbildung in den Grundlagenfächern hat die Studienrichtung „Gebäudehülle“ folgende Studien­schwerpunkte:

• Bauphysik / Brandschutz

• Entwurf und Konstruktion

• Sanierung / Bauen im Bestand

• Thermische und elektrische Solartechnik

• Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik

• Dach, Fassade, Entwässerungstechnik

• Fertigung, Konstruktion und Produktion

Der Fachverband SHK Bayern weist wieder auf die Studi­enrichtung „Gebäudehülle“ hin, um eine entsprechende Studierendenzahl zu erreichen, die eine Fortsetzung die­ser Studienrichtung auch für die Zukunft erlaubt.