Neue Fördersystematik für Wärmeerzeuger - Austauschprämie für Ölheizungen bis zu 45%

Wie bereits berichtet, wurde die KfW-Förderung für den Einbau von fossilen Kesseln als Einzelmaßnahme (z.B. Programm 430) eingestellt. Eine Förderung ist jetzt nur noch über das BAFA Marktanreizprogramms (MAP) "Wärme aus erneuerbaren Energien" möglich. Seit 1. Januar 2020 gilt die neue, vereinfachte und verbesserte Fördersystematik.
 
Wer seine Ölheizung durch ein Heizsystem ersetzt, das vollständig mit erneuerbaren Energien betrieben wird - z.B. eine Wärmepumpe oder eine Biomasse-Anlage - kann einen Zuschuss in Höhe von 45% der Investitionskosten erhalten. Für Gas-Hybridheizungen gibt es in dem Fall einen Investitionszuschuss von 40%, wenn der regenerative Wärmeerzeuger mindestens 25% der Heizlast des versorgten Gebäudes bedient, also z. B. über die Einbindung von Solarthermie (Heizungsunterstützung - Trinkwassererwärmung ist nicht mehr förderfähig!).  
 
Die novellierte Richtlinie sieht neben der Austauschprämie für Ölheizungen weitere Verbesserungen vor. Auch für energieeffiziente und klimafreundliche Heizungen, die keine alte Ölheizung ersetzen, gibt es Investitionszuschüsse:
35% für Biomassekessel bzw. Wärmepumpen,
30% für Solaranlagen sowie Gas-Hybridheizungen mit einem Erneuerbaren-Anteil von mindestens 25% und
20% für Gas-Brennwertheizungen, die für die spätere Einbindung erneuerbarer Energien vorbereitet sind.

Die ausführlichen Förderbedingungen finden Sie hier.

Die MAP-Fördersystematik des Marktanreizprogramms wird überdies mit der Novelle stark vereinfacht: die einheitlichen prozentualen Fördersätze ersetzen die Festbetragsförderung mit einer Vielzahl verschiedener Bonusregelungen. Das neue Übersichtsblatt (nur noch eine Seite!) können Sie hier herunterladen.

Anmerkung: Nicht zulässig ist eine Kumulierung mit der Steuerermäßigung für energetische Maßnahmen bei zu eigenen Wohnzwecken genutzten Gebäuden (§ 35 c Einkommenssteuergesetz).