Wohnungslüftung - Bekanntgabe Gebiete mit hohem Vorkommen krebserregendes Radons

Seit Anfang 2019 enthalten das Strahlenschutzgesetz und die Strahlenschutzverordnung
des Bundes neue Regelungen zum natürlich vorkommenden radioaktiven Edelgas Radon,
dass auch in Deutschland in unterschiedlichen Konzentrationen vor allem in Gebirgen
freigesetzt wird. Bis Ende 2020 mussten die Bundesländer Gebiete mit hohem Radon-Vorkommen
ermitteln und bekanntgeben. Wohl coronabedingt gibt es hier Verzögerungen.
In Bayern wurde im Februar 2021 als erstes der Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge als
Radon-Vorsorgegebiet ausgewiesen. In Oberfranken allgemein und südlich von München insbesondere am Alpenrand treten in Bayern stellenweise erhöhte Radonemissionen auf.
Die Karten "Radon-Konzentration im Boden" und "Radon-Potenzial" auf der Seite des Bundesamtes für Strahlenschutz BFS (www.bfs.de/DE/themen/ion/umwelt/radon/karten/boden.html) liefern eine erste Einschätzung zur regionalen Radonsituation.
Werden erhöhte Strahlungswerte gemessen können angepasste Wohnungslüftungen und sogenannte Radonbrunnen-Lüftungen Abhilfe schaffen. Laut Strahlenschutzverordnung besteht ein Zwang zur Prüfung auf Radongefahren
bei Neubauten und wesentlichen Gebäudesanierungen eben nur in den amtlich ausgewiesenen Landkreisen, sogenannten „Radon-Vorsorgegebieten“ durch geschulte sogenannte „Fachpersonen“.
Adressen von für Radonmessungen geschulte „Fachpersonen“ findet man unter anderem  auf der Internetseite: radonfachpersonen.de
Radon entsteht im Boden durch den radioaktiven Zerfall von Uran und kann beispielsweise durch undichte Fugen oder Risse in Häuser gelangen. Bei längeren Aufenthalten in Räumen mit erhöhten Radonkonzentrationen kann die Entstehung von schwerwiegenden Lungenerkrankungen begünstigt werden.
Einen guten Einstieg in die Problematik gibt die kostenlose Informationsschrift des LfU „Radon in Gebäuden“ (www.lfu.bayern.de/strahlung/radon_in_gebaeuden/index.htm).